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 VmWare Server 
Computer Geschrieben von Beat Rubischon (Link) am Donnerstag, 13. Juli 2006, 22:45
aus dem cool-stuff dept.

Heute Morgen, exakt einen Tag vor Ablauf meiner Evaluationslizenz, ist der VmWare Server released worden. Nach drei Monaten Erfahrung mit den Betas erwartete ich nichts neues ausser einem Produkt, das nicht mehr expired.

Der VmWare Server wir kostenlos vertrieben - im Gegensatz zu VmWare Infrastructure, dem Nachfolger von VmWare ESX. Man darf nicht ganz die Performance und Tuningsmöglichkeiten erwarten, die beim grossen Produkt vorhanden sind. Aber mit genügend Memory sind vier virtuelle Maschinen auf einer physikalischen CPU problemlos möglich.

Ich verwende den Server an und für sich auf meiner Workstation. Der Grafikaufbau ist etwas langsamer, dafür überleben die virtuellen Maschinen meist einen Crash des X-Servers und das ganze kostet keine $300+. So habe ich auf meinem Debian permanent ein Windows, eine SuSE und ein Fedora im Zugriff - genial praktisch für den Telefonsupport. Schnell einen Knoppix Terminalserver bauen um an die Bootfiles zu kommen? Kein Problem. Virtuelle PCs sind einfach praktisch!

Auf entsprechenden CPUs sollten mittlerweile auch 64-Bit Clients möglich sein. Leider sind eben diese CPUs noch recht rar und werden in einer Computerfirma eher verkauft als den Mitarbeitern abgegeben :-) So konnte ich mit diesem Feature noch keine Erfahrungen sammeln.

Zusammen mit dem VmWare Player, der eigentlich eine Wokstation ohne New virtual machine Knopf ist, sollte man gar die perfekte Lösung bekommen. Ganz ohne Geld in die Finger zu nehmen. Mir verging bei diesem Luxus die Lust an XEN, auch wenn dieser ein geniales Produkt sein soll...

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Das Kleingedruckte: Der Besitzer der folgenden Kommentare ist wer immer sie eingeschickt hat. Wir sind in keiner Weise für sie verantwortlich.

  • Re: VmWare Server
    Geschrieben von mkr am Freitag, 14. Juli 2006, 11:14

    Um andere Distributionen auf meinem Rechner zu starten, verwende ich User Mode Linux. Funktioniert super und ist sehr schnell. Geht aber nur mit Linux-unter-Linux und nicht mit allen Distributionen, da man nicht einfach den Installer starten kann. Gentoo und Debian (mit debootstrap) laufen problemlos.

    • beat@0x1b.ch Re: VmWare Server
      Geschrieben von Beat Rubischon (Link) am Samstag, 15. Juli 2006, 11:36

      UML ist nett - aber eher eine Alternative zu chroot() bzw. dem jail auf den BSDs und den Zonen auf Solaris.

      Mit UML und leider auch XEN werde ich nie einen Debian/RedHat/SuSE Installer testen können, da beide nur eine Maschine virtualisieren und nicht einen kompletten PC mit BIOS, PXE Bootrom, IDE/SCSI, USB, Sound etc.

      • andreas.romeyke@web.de Re: VmWare Server
        Geschrieben von art1 (Link) am Montag, 17. Juli 2006, 13:04

        Schon mal QEMU probiert? Benutze ich auf Arbeit, um Presentation (Software für Experimente Psychologie) unter Linux laufen lassen zu können.

        QEmu gibt es auch als Paket für Debian Sarge. Mehr zu QEMU: http://www.qemu.org/

        Bye Andreas

  • Re: VmWare Server
    Geschrieben von Mario am Montag, 24. Juli 2006, 00:23

    VMWare Server ist ein nettes Spielzeug, ja... Aber es hat einen Bug. Lass es mal auf einem Win2003 Server laufen und log dich darauf per RDP ein. Jetzt erstellst du von dort aus ein neues Harddisk-Image in VMWare, es muss aber grösser als 2 GB sein. Merkst du was? :-)

    Ich verstehe Windows nicht allzugut aber es scheint mir so als würde VMWare sich in den "Vordergrund stellen" und der RDP-Dienst kommt da nicht mehr mit.

    • beat@0x1b.ch Re: VmWare Server
      Geschrieben von Beat Rubischon (Link) am Montag, 24. Juli 2006, 08:17

      Lass es mal auf einem Win2003 Server laufen

      Abgesehen davon, dass ich es krank finde unter VmWare Windows zu fahren - ich betrachte solche Blokaden von Prozessen durch einen anderen Prozess als Problem des Betriebssystemes und nicht der Applikation.

      Aber genau diese Priorisierung gewisser Dienste erlaubt es M$, in Benchmarks besser dazustehen - von da her verstehe ich die andersartige Priorisierung des Schedulers durchaus. Dass es ein Problem werden kann interessiert den Entscheidungsträger nicht mehr - das ist dann das Problem des Admins.