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 Klima-Commitement II 
Nala Geschrieben von Nala Rubischon (Link) am Dienstag, 15. März 2011, 11:45
aus dem weitermach dept.

Da hab ich Euch im März 2010 über Klimaschutz berichtet und geschrieben, dass ich noch weiter von der Liste schreiben will. Getan hab ich es nie. Sowas. Gehen wir also weiter in der Liste.

Zum Thema Einkauf Haushaltgeräte und Kleidung listen sie auf:

1) Ich lade meine Freundinnen und Freunde zu einer Kleidertauschbörse ein und bin neugierig, wie sie in meinen Kleidern aussehen werden und ich in ihren.
2) Ich kaufe nur Elektrogeräte mit mindestens Energieklasse A.
3) Ich kaufe keine oder nur aufladbare Batterien.
4) Ich kaufe Möbel aus heimischen Hölzern (kurze Transportwege). Dies auch bei Werkzeugen, wie Pinsel, Hammer, Besen.
5) Ich trenne den Abfall und lasse kaputte Sachen vermehrt reparieren.
6) Ich achte auf gute Qualität und kaufe keine Wegwerfartikel.
7) Ich kaufe Kleider aus Biobaumwolle und aus europäischer Produktion.
8) Ich kaufe im Second-Hand-Laden oder bringe gebrauchte Kleider zur Wiederverwertung.
9) Ich achte darauf, ob meine Konsumgewohnheiten bedarfsgerecht sind oder Suchtcharakter aufweisen.
10) Ich achte auf das Verpackungsmaterial und kaufe z.B. lieber grosse Getränkeflaschen als kleine Fläschchen.

Also Kleidertauschbörse ist gar nicht mein Ding, den Punkt werd ich wohl nie erfüllen. Punkt 2 ist so. Möbel kauf ich eh schon so gut wie nie, Abfall trenn ich seit Jahren und Qualität vor Quantität ist auch schon lange so. Alte Kleider werden in Kleidersack gesteckt - so sie überhaupt noch für irgendwas nutzbar sind. Manche lassen sich nicht mal mehr als Putzlappen verwenden. Grosse Getränkeflaschen? Bei mir kommt Wasser aus dem Wasserhahn, da werden keine Flaschen gekauft. Und wenn mal eine, dann wird die von Beat wieder und wiederverwertet :-)

Einkauf Lebensmittel
1) Ich kaufe regionale Produkte ein (Markt, Bio-Laden, Regionale Marken).
2) Ich weiss, dass mein Einkaufszettel ein politisches Statement ist und achte auf Saisonalität. Für 1kg Freilandbohnen aus der Schweiz werden von der Aussaat bis ins Regal 0,1l Erdöl verbraucht, ein Kilogramm Bohnen aus Spanien brauchen das Doppelte, ein Kilogramm aus Kenia eingeflogen braucht das 48-fache.
3) Ich ändere meine Nahrungsgewohnheiten: weg von einer fleischbetonten Küche, wo ich beim Einkauf weder auf Regionalität, Saisonalität oder Ökoprodukte geachtet habe, hin zu der Gewohnheit auf Fleisch zu verzichten und hauptsächlich regional, biologisch und saisonal zu essen. Fleisch esse ich höchstens noch sehr bewusst und gönne es mir zu besonderen Gelegenheiten.
4) Ich konsumiere heimischen Wein.
5) Ich konsumiere zertifizierte biologische Nahrungsmittel, da sie ressourcenschonend produziert werden.

Bei regionalen Produkten kann ich sicher noch vermehrt drauf achten. Auf Dauer schmeckt es halt nicht so, stets dasselbe Gemüse zu essen, weil grad nichts anderes Saison hat. Vonwegen fleischbetonte Küche aufgeben - dies würde erstaunlicherweise dann aber wieder er Ernährungsberatung die ich jahrelang hatte widersprechen. Eiweiss ist wichtig. Klar, man kann Tofu essen, aber ob Tofu soviel umweltfreundlicher ist? Und Tofuschnitzel contra Steak - kein Vergleich. Dafür vermehrt Biofleisch versuche ich umzusetzen. Wein konsumier ich eh nicht und an die "zertifizierten Bio-Nahrungsmittel" glaub ich auch nicht. Soviel Biogemüse kann aus meiner Sicht gar nicht produziert werden. Dann lieber auf dem regionalen Markt was holen. Das ist vielleicht nicht biozertifiziert, aber ich weiss woher es stammt.

Soviel zum Thema einkaufen. Weiter gehts dann mit Elektrizität, Finanzen, Garten und Klimaaktivität. Wie sieht Eure Klimapolitik aus? Versucht Ihr klimagerecht zu leben? Schafft Ihr das? Welche Einschränkungen tun weh?

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